Gespräch mit dem MdB

 

Gewidmet an Rabea.

Am 04. Januar 2008 bekam ich den Anruf von meinem MdB persönlich, dass er mich gerne zu einem Gespräch einladen wolle. Ich war völlig verwirrt und gab einen total unpassenden Termin an, mein Vater rief also 5 Minuten später nochmal an und verlegte ihn.

Am 11. Januar, ein Freitag um 13.00 sollte das Gespräch stattfinden. Bei meinem MdB zu Hause.

Ich war sooo aufgeregt, lernte ziemlich viel dafür und setzte die Spanischarbeit (die natürlich am selben Tag geschrieben werden musste) völlig in den Sand. Außerdem waren wir dann eine halbe Stunde zu früh und das Warten gab mir dann vollkommen den Rest.

Als ich dann aber endlich in seinem Büro saß und an dem mir angebotenen Wasser nippte, beruhigte ich mich sehr schnell und alles begann. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr alles. Aber ich versuch so gut es geht, alles noch zumindest bruchstückhaft aufzuschreiben.

Zuerst ging's vor allem um mich. Was seit meiner Bewerbung so alles geschehen ist. Warum die USA. Meine Noten, Lieblingsfächer, Familie und Hobbies. Dann meinte er so "Und jetzt noch ein bisschen Politik". Das war der Moment in dem ich die Krise hätte bekommen können. War dann aber ganz ok, er hat mich gefragt wie ich mich über Politik informiere und was mich besonders daran interessiert und warum ich politsche Bildung als wichtig empfinde. Dann haben wir ein bisschen über die Schulreform diskutiert. Weiterhin sollte ich außerdem die Unterschiede zwischen den beiden politischen Systemen in Deutschland und in den USA erklären.

Die Frage, die ich am schwierigsten fand, war wie ich Deutschland in einem Bild darstellen würde. Ich hatte darauf keine wirklich Antwort, da Deutschland für mich zu vielfältig ist, als das ich es an einem Motiv festmachen kann und möchte. Ich hoffe trotzdem, dass mir bis zu meinem Abflug was Passendes für meine Gastfamilie einfällt.

Die letzten Fragen waren dann wie das mit dem amerikanischen Schulsystem aussieht, welche Kurse ich belegen würde und auf was für ne Schule ich kommen würde. (Wahrscheinlich um zu sehen, wie informiert wir ATS sind^^)

Am Ende meinte er dann, dass er sich innerhalb der nächsten zwei Wochen entscheiden würde, weil ich die Erste sei und er eben schauen möchte wie die anderen Bewerber so sind.

 

Mein Fazit: Ich hatte Angst vor dem Gespräch. Definitiv. Aber ich fand's richtig gut, mein MdB war nett und ich hab's wohl auch ganz gut gemeistert. Im Nachhinein freu ich mich über die Chance, die er mir mit dieser Unterhaltung gegeben hat und mit welcher Mühe er sich seine Stipendiaten aussucht.

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Zu der Anziehen-Sache: Ich war ganz normal angezogen, wie zur Schule auch. Blauer Rollkragen, Jeans und Chucks. Mein "Glücksoutfit" (xD) was ich auch zum AWG anhatte.

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